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Die technischen Komponenten

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1. Stahlwasserbau

Die Stahlschweißkonstruktion mit durchgehenden geschweißten Schneckenflügeln sorgt für hohe Stabilität. Ihre massive Bauweise und der großzügige Materialzuschlag gewährleisten eine lange Lebensdauer. Die spaltfreie Ausführung ermöglicht die verletzungsfreie Fischwanderung sowie erstmals eine 100 %-ige energetische Nutzung des Restwassers und der Fischaufstiegsdotation.

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2. Fischabstieg

Der Fisch schwimmt im Oberwasser in die erste Drehung der äußeren, kurvig ausgeformten, Schneckenflügel. Nun befindet er sich im stehenden Gewässer der Kammer der Außenschnecke und wird wendeltreppen-artig nach unten „gehoben“. Unten angekommen schwimmt der Fisch ins Unterwasser und hat somit verletzungsfrei und kräfteschonend das Wehr oder ein Querbauwerk passiert. Auch Mikroorganismen und Sedimente können problemlos mit der Schnecke transportiert werden.

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3. Dichtungen

Im Oberwasserbereich als optional auch im Unterwasserbereich befinden sich Gummi-Dichtungen. Diese sind lange haltbar und einfach zu tauschen.

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4. Regeltechnik

Die intelligente Regeltechnik kann als autarkes System ausgeführt werden. Die Kommunikation mit übergeordneter Leittechnik ist über verschiedene Schnittstellen möglich.

Die Pegelmessung des Oberwassers und Unterwassers kann entweder als Teil der Schneckensteuerung mittels Pegelsonde, manuell oder als Information aus Bestandskraftwerksleittechnik erfolgen.

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5. Unterbau

Die umwelt- & fischfreundliche HYDROCONNECT Wasserkraftschnecke wird in einem U-förmigen Trog aus Beton montiert. Die Konstruktionsform ist sehr schlank und erfordert daher wenig Beton- und Platzaufwand.

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6. Montagegestell

Die Hydroconnect Drehrohr-Doppel-Wasserkraftschnecke kann für Montagetätigkeiten  am Riemenlager mit dem hydraulisch betätigten Montagegestell angehoben werden. Das ermöglicht die Entlastung des Drehrohres bei der Wartung und dem Tausch der Riemen oder Rollenlager.

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7. Fischaufstieg

Die spezielle abgerundete und ansteigende Form der Schneckenflügel, genauer gesagt ein patentierter Doppelflügel, fördert mehr Wasser ins Innere, als die Aufstiegsschnecke aufnehmen kann. Dieser Wasserrücklauf erzeugt eine Lockströmung aus dem Zentrum der Aufstiegsschnecke, die Fischen den Weg zum möglichen Fischaufstieg zeigt. Im Solebereich des Einstieges entsteht eine Strömung in Richtung Schnecke, die für schwimmschwache Fische und Pentos gut geeignet ist. Insbesondere die direkte Anbindung an die Sohle bzw. ans Substrat ermöglicht es zum Beispiel der Koppe, einfach den Einstieg in die Fischwanderhilfe zu überwinden.

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8. Wartungssteg

Ein betonierter oder anders verbauter Steg macht die Wasserkraftschnecke samt Fischwanderhilfe leicht zugänglich. Das ermöglicht einen einfachen Zugang bei Wartungsarbeiten und Reinigung der Wasserkraftanlage.

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9. Riemenlagerung

Als erste Wasserkraftschnecke wird die HYDROCONNECT Drehrohr-Doppel-Wasserkraftschnecke mittels Riemenlagerung am Außenmantel gelagert. Das ermöglicht den Einsatz der Hydroconnect Wasserkraftschnecke ohne Unterwasserlagerung.

Bei der Auslegung der Riemen wird auf Dauerfestigkeit Wert gelegt. Es wird mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren gerechnet.

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10. Elektromaschinen-Bau

Am oberen Ende der Anlage befinden sich die zentralen Elemente Generator, Getriebe und Bremse.
Durch Variation der Betriebsdrehzahl kann die Dotation an die Wasserführung angepasst werden. Diese Vorgabe erfolgt aus wasserbaulichen und ökologischen Gesichtspunkten. Realisiert wird diese Variationsmöglichkeit durch die implementierte Frequenzumrichter-Technik.

Bei einer gezielten Außerbetriebnahme kann die Wasserkraftschnecke aktiv angetrieben werden, um diese zu entleeren.

Als Bremse werden Federkraftbremsen, die durch einen Elektromagneten gelöst werden, eingesetzt. Die Bremskraft wird durch Druckfedern aufgebracht. Das bedeutet, dass sich die Bremse bei Stromausfall automatisch einlegt.

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11. Fischablaufrinne

Über ein leichtes Gefälle leitet die Fischablaufrinne die aufgestiegenen Fische und Flussbewohner über den Grobrechen hinweg an eine geschützte Stelle oberhalb des Querbauwerks. Von dort aus können sie die Wanderung fortsetzen.

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12. Einlaufschütz

Der Stahl-Einlaufschütz dient zum Trockenlegen der Anlage bei Servicearbeiten oder zum sicheren Abstellen der Anlage bei starkem Hochwasser beziehungsweise einem Netzausfall.

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13. Abdeckung/Einhausung

Sollte es aufgrund des Einsatzortes Bedarf nach einer Abdeckung geben, ist diese aus Holz, Glas, Stein, Beton oder anderen Werkstoffen realisierbar. Die Riemenlagerung und der Elektromaschinenbau sind standardmäßig in Hinblick auf Sicherheit und äußere Umwelteinflüsse überdacht. Grundsätzlich ist keine vollständige Überdachung der Anlage nötig.